Gesamtaufwand
Kaufpreis plus Nebenkosten plus Sofortmaßnahmen plus Maßnahmen der nächsten fünf Jahre plus Puffer, als Spanne.
Der Kaufpreis ist nur die größte Zahl, nicht die ganze. Der Gesamtaufwand fasst zusammen, was das Haus euch tatsächlich kostet: den Kaufpreis, die Kaufnebenkosten, Sofortmaßnahmen in den ersten zwölf Monaten, Pflichtmaßnahmen mit Frist (zum Beispiel aus dem GEG), Maßnahmen, die in den nächsten ein bis fünf Jahren absehbar sind, und einen Puffer für Unvorhergesehenes.
Jede Position bekommt eine Quelle (Gutachter, Richtwert, eigene Schätzung) und eine Unsicherheitsspanne. Deshalb ist der Gesamtaufwand nie eine Zahl, sondern ein Korridor. Aus ihm ergibt sich die monatliche Gesamtbelastung, die mit dem Budgetkorridor verglichen wird.
Für Käufer ist das der Schutz vor dem typischen Fehler, den Kaufpreis isoliert zu betrachten und Sanierungskosten aus dem Bauch zu schätzen. Zwei Häuser mit gleichem Kaufpreis können im Gesamtaufwand weit auseinanderliegen. Im Objektvergleich von haus.coach ist der Gesamtaufwand deshalb die erste Achse.
Sanierungspositionen schätzt der Grobschätzer auf Basis veröffentlichter Kostenrichtwerte, immer als Spanne, immer mit dem Hinweis, Angebote einzuholen.
Fragen dazu: An den Sachverständigen, welche Maßnahmen wann fällig werden. An Handwerksbetriebe nach Angeboten für große Positionen.
Verwandte Begriffe
Quellen
- haus.coach Konzept v1.0, Kapitel 4, Phase 7 und Kapitel 5.4 (docs/Konzept_v1.0.md)