Preisplausibilität
Die Einordnung, ob ein Angebotspreis im Vergleich zu Bodenrichtwert, Gebäudewert und regionalen Preisen plausibel wirkt.
"Ist der Preis fair?" ist eine der häufigsten Fragen in Phase 7. Eine seriöse Antwort darauf liefert nur ein Verkehrswertgutachten. haus.coach gibt deshalb keine Wertaussage, sondern eine Plausibilitätseinordnung mit vier möglichen Ergebnissen: plausibel, eher hoch, eher niedrig, nicht beurteilbar.
Die Einordnung stützt sich auf den Bodenrichtwert des Gutachterausschusses, einen groben Ansatz für den Gebäudewert nach Baujahr, Größe und Zustand, regionale Preisindizes aus öffentlichen Quellen und Vergleichsobjekte aus eurer eigenen Shortlist. Portal-Daten nutzt haus.coach nicht. Jede Quelle wird genannt, jede Spanne offengelegt.
Für Käufer ist die Plausibilität ein Argument in der Verhandlung und ein Signal, ob sich ein Gutachten lohnt. "Eher hoch" heißt nicht "zu teuer", sondern "fragt nach, warum". "Nicht beurteilbar" heißt, dass Angaben fehlen, und das ist kein positives Zeichen.
Ein Haus mit vielen ungeklärten Punkten kann günstig wirken und trotzdem teuer werden. Deshalb gehört die Plausibilität neben den Gesamtaufwand, nicht an seine Stelle.
Fragen dazu: An den Makler, wie der Preis zustande kam und ob er geändert wurde. An den Gutachter nach einem Kurzgutachten, wenn der Preis strittig ist oder die Bank es verlangt.
Verwandte Begriffe
Quellen
- haus.coach Konzept v1.0, Kapitel 4, Phase 7 und Kapitel 5.6 (Grenzen) (docs/Konzept_v1.0.md)