Belastungsquote
Der Anteil des Haushaltsnettoeinkommens, der für Kreditrate und Hauskosten draufgeht.
Die Belastungsquote setzt die monatliche Belastung durch das Haus (Rate, Nebenkosten, Rücklage) ins Verhältnis zum Nettoeinkommen des Haushalts. Banken nutzen eine Standardquote, um zu prüfen, ob eine Finanzierung rechnerisch tragbar ist. Diese Quote ist eine Obergrenze aus Bankperspektive, kein Ziel.
haus.coach arbeitet deshalb mit zwei Zahlen: "rechnerisch möglich" nach Bankmaßstab und "alltagstauglich" nach eurer eigenen Rechnung. Für die zweite Zahl zieht ihr vom Nettoeinkommen Fixkosten, ehrliche Lebenshaltung und Sparziele ab, dann die laufenden Hauskosten und die Instandhaltungsrücklage. Was übrig bleibt, ist die Rate, die im Alltag trägt. Die Differenz zwischen beiden Zahlen ist oft groß und wird im Budgetleitfaden erklärt.
Wichtig: Die Quote gilt für heute. Elternzeit, Teilzeit, Einkommensausfall oder ein höherer Anschlusszins verändern sie. Deshalb gehört ein Stresstest dazu.
haus.coach formuliert keine Zusage, was für euch drin ist, sondern sagt: "Unter euren Angaben liegt die alltagstaugliche Belastung bei etwa X bis Y Euro."
Fragen dazu: An die Bank, mit welcher Quote und welchen Pauschalen sie rechnet und welche Einkommensbestandteile sie anerkennt.
Verwandte Begriffe
Quellen
- haus.coach Konzept v1.0, Kapitel 5.3 und Musterwerkzeug 2, Schritt 2 und 3 (docs/Konzept_v1.0.md)