Schimmel
Pilzbefall an Wänden, Decken oder Fensterlaibungen, der auf Feuchtigkeit hinweist und fachlich untersucht werden sollte.
Schimmel wächst, wo Feuchtigkeit auf organisches Material trifft. Im Haus sind die typischen Stellen Außenecken von Schlafzimmern, Fensterlaibungen, Flächen hinter Möbeln an Außenwänden, Fugen und Decken in Bädern, besonders in Bädern ohne Fenster, sowie Kellerräume. Oft steckt eine Wärmebrücke, eine undichte Stelle oder eine Lüftungssituation dahinter, die sich mit dem Bewohnerverhalten allein nicht erklärt.
Für Käufer gilt dasselbe Prinzip wie bei Feuchtigkeit: Ihr könnt Spuren sehen, aber nicht bewerten. Dunkle Punkte, Verfärbungen, Geruch, kondensierte Fensterscheiben und auffällig frisch renovierte einzelne Stellen sind dokumentierenswert. Ob es sich um Schimmel handelt, wie tief er sitzt, ob er gesundheitlich relevant ist und was die Sanierung kostet, klärt eine Fachperson.
haus.coach formuliert deshalb bewusst nicht "Schimmelbefall", sondern "Auffälligkeit dokumentiert, Fachprüfung empfohlen". Weder aus Fotos noch aus Beschreibungen leitet der Coach eine bauliche Bewertung ab.
Nicht selbst kratzen, bohren oder großflächig öffnen, erst recht nicht in Häusern mit Baujahr vor 1980 wegen möglicher Schadstoffe.
Fragen dazu: An den Verkäufer: Gab es Schimmel, wo, wann, wie wurde er beseitigt? An den Sachverständigen nach Ursache, Umfang und Kostenspanne.
Verwandte Begriffe
Quellen
- haus.coach Konzept v1.0, Kapitel 5.5 (Grenzen) und Musterwerkzeug 1, Abschnitt D und F (docs/Konzept_v1.0.md)