Beleihungswert
Der Wert, den die Bank dem Haus als Sicherheit beimisst und auf den sie ihr Darlehen begrenzt.
Die Bank finanziert nicht den Kaufpreis, sondern ihre eigene Einschätzung, was das Haus dauerhaft wert ist. Dieser Beleihungswert liegt in der Regel unter dem Kaufpreis, weil die Bank Sicherheitsabschläge für Marktschwankungen und Verwertungskosten vornimmt. Der Anteil des Darlehens am Beleihungswert heißt Beleihungsauslauf.
Für Käufer hat das Folgen für Zins und Machbarkeit. Je höher der Beleihungsauslauf, desto höher ist meist der Zinsaufschlag, und ab einer bestimmten Grenze finanzieren viele Banken nicht mehr. Liegt der Kaufpreis deutlich über dem Beleihungswert, müsst ihr die Differenz zusätzlich zu den Nebenkosten aus Eigenkapital tragen. Das ist ein Grund, warum eine Bank bei strittigem Preis ein Gutachten verlangt.
Den Beleihungswert ermittelt die Bank selbst, haus.coach kann ihn nicht vorhersagen und macht keine Aussage dazu, ob eine Finanzierung zustande kommt. Der Budgetrechner zeigt nur, wie Eigenkapitalquote und Darlehensbedarf unter euren Angaben aussehen.
Fragen dazu: An die Bank, wie sie den Beleihungswert für dieses Haus ansetzt und ab welchem Beleihungsauslauf sich die Konditionen verändern.
Verwandte Begriffe
Quellen
- haus.coach Konzept v1.0, Kapitel 5.3 a) und Musterwerkzeug 2, Schritt 5 (docs/Konzept_v1.0.md)