Hanglage
Ein Grundstück am Hang, das besondere Fragen zu Entwässerung, Hangdruck, Statik und Zugänglichkeit aufwirft.
Häuser am Hang haben oft Aussicht, Garten auf mehreren Ebenen und einen Keller, der zur Talseite offen ist. Sie bringen aber eigene Risiken mit, die bei einem Haus in der Ebene nicht vorkommen: Hangwasser drückt bei Starkregen gegen die bergseitige Kellerwand, Stützmauern und Böschungen müssen gesichert und unterhalten werden, der Boden kann sich bewegen, und Risse auf der Hangseite können ein Hinweis auf Setzungen sein.
Was ihr bei der Besichtigung selbst sehen könnt: Lage des Hauses zur tiefsten Stelle der Straße (wohin läuft Starkregen?), Zustand von Stützmauern, Zäunen und Böschungen, Feuchtespuren an der bergseitigen Kellerwand, Risse in der Fassade hangseitig, Entwässerung des Grundstücks. Was eine Fachperson klären muss: Statik, Drainage, Hangdruck, Rissursache.
Im Konzept ist Hanglage einer der Fälle, in denen ein Sachverständiger dringend sinnvoll ist. Im Beispiel-Ablauf C führt ein "feiner Riss Außenwand hangseitig, nicht prüfbar ob statisch" dazu, dass haus.coach die Einstufung "nach Kauf klären" für Statik nicht zulässt. Prüft außerdem, ob die Wohngebäudeversicherung Elementarschäden (Erdrutsch, Starkregen) einschließt.
Fragen dazu: An den Verkäufer: Gab es Wassereintritte oder Setzungen? Wer ist für die Stützmauern zuständig? An den Sachverständigen nach Statik und Entwässerung.
Verwandte Begriffe
Quellen
- haus.coach Konzept v1.0, Kapitel 5.6, Kapitel 6.5 Ablauf C, Musterwerkzeug 1, Abschnitt A und Hinweis Sachverständiger (docs/Konzept_v1.0.md)