Eigenkapital
Das Geld, das ihr selbst in den Hauskauf einbringt, ohne es von einer Bank zu leihen.
Eigenkapital ist der Teil des Gesamtaufwands, den ihr aus eigenen Mitteln bezahlt. Dazu zählen Sparguthaben und Tagesgeld, Depotwerte (mit Kursrisiko und Verkaufsaufwand), zuteilungsreife Bausparverträge sowie Schenkungen aus der Familie. Ein Familiendarlehen bewerten Banken in der Regel als Fremdkapital, auch wenn es sich für euch wie Eigenkapital anfühlt. Eigenleistung am Haus rechnen Banken nur begrenzt an.
Für Käufer bedeutet das: Je mehr Eigenkapital, desto kleiner das Darlehen und desto geringer in der Regel der Zinsaufschlag. Ein häufiger Orientierungspunkt ist die Frage, ob das Eigenkapital mindestens die Kaufnebenkosten deckt. Wenn nicht, ist das kein Ausschluss, aber die Bankauswahl wird kleiner und die Konditionen oft schlechter.
Nicht einrechnen solltet ihr den Notgroschen, das Geld für Umzug, Küche und Erstausstattung sowie die Mittel für Sofortmaßnahmen am Haus.
Fragen dazu: An die Bank, wie sie Schenkung, Familiendarlehen und Bausparvertrag bewertet. An den Steuerberater, ob bei größeren Schenkungen Freibeträge oder Schenkungsteuer eine Rolle spielen. Der Nebenkosten-Rechner in haus.coach zeigt, wie viel Eigenkapital nach den Nebenkosten für den Kaufpreis übrig bleibt.
Verwandte Begriffe
Quellen
- haus.coach Konzept v1.0, Kapitel 4, Phase 2 und Musterwerkzeug 2, Schritt 1 (docs/Konzept_v1.0.md)