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Zinsbindung

Der Zeitraum, für den der Sollzins eures Darlehens fest vereinbart ist.

Stand 25.10.2026nächste Prüfung 25.04.2027Fachliche Prüfung: noch offen

Bei einer Baufinanzierung wird der Zinssatz nicht für die gesamte Rückzahlungsdauer festgelegt, sondern für eine Zinsbindungsfrist, häufig zwischen fünf und dreißig Jahren. In dieser Zeit bleiben Sollzins und Rate gleich. Danach besteht eine Restschuld, für die neu verhandelt werden muss (Anschlussfinanzierung), entweder bei derselben Bank oder bei einer anderen.

Für Käufer ist die Zinsbindung eine Abwägung zwischen Planungssicherheit und Flexibilität: Längere Fristen kosten in der Regel einen Zinsaufschlag, schützen aber länger vor steigenden Zinsen. Kürzere Fristen sind oft günstiger, verlagern das Zinsrisiko aber nach vorn. Nach zehn Jahren habt ihr unabhängig von der vereinbarten Frist ein gesetzliches Kündigungsrecht mit sechs Monaten Frist (§ 489 BGB).

Welche Zinsbindung zu euch passt, ist eine Entscheidung, die haus.coach nicht trifft und nicht empfiehlt. Der Rechner zeigt stattdessen, wie sich die Rate bei einem Anschlusszins von plus einem, zwei oder drei Prozentpunkten auf die Restschuld entwickelt.

Fragen dazu: An die Bank, wie hoch die Restschuld am Ende der Zinsbindung ist und wie sich verschiedene Fristen auf den Zins auswirken.

Quellen

  • haus.coach Konzept v1.0, Kapitel 4, Phase 9 und Kapitel 5.3 b) und e) (docs/Konzept_v1.0.md)