Restschuld
Der Betrag des Darlehens, der am Ende der Zinsbindung noch nicht zurückgezahlt ist.
Die Restschuld ist das, was nach Ablauf der Zinsbindung noch offen ist. Weil die Zinsbindung meist deutlich kürzer ist als die Zeit bis zur vollständigen Rückzahlung, bleibt am Ende der ersten Phase in der Regel ein erheblicher Teil des Darlehens übrig. Wie groß dieser Teil ist, hängt vor allem von der anfänglichen Tilgung, der Laufzeit der Zinsbindung und geleisteten Sondertilgungen ab.
Für Käufer ist die Restschuld die Zahl, die das Zinsänderungsrisiko greifbar macht. Auf sie wird der Anschlusszins berechnet. Steigen die Zinsen bis dahin, steigt die Rate, obwohl sich an eurem Haus nichts geändert hat. Deshalb gehört das Szenario "Anschlusszins plus zwei Prozentpunkte" in jeden Stresstest, auch im Budgetleitfaden von haus.coach.
Jedes Finanzierungsangebot muss die Restschuld am Ende der Zinsbindung ausweisen. Der Rechner in haus.coach zeigt sie mit euren Eingaben, dazu die Rate unter verschiedenen Anschlusszinsen.
Fragen dazu: An die Bank, wie hoch die Restschuld bei eurer Tilgung ausfällt und mit welcher Rate ihr bei einem höheren Anschlusszins rechnen müsstet.
Verwandte Begriffe
Quellen
- haus.coach Konzept v1.0, Kapitel 5.3 b) und Musterwerkzeug 2, Schritt 3 und 4 (docs/Konzept_v1.0.md)