Entscheidungsreife
Der Zustand, in dem alle Punkte, die vor dem Kauf geklärt sein müssen, geklärt oder bewusst akzeptiert sind.
Entscheidungsreife ist der Entscheidungspunkt am Ende der Bewertungsphase. Ein Haus gilt als entscheidungsreif, wenn alle Punkte im Risikobild, die als "vor Kauf klären" markiert sind, entweder grün sind oder als rot bewusst akzeptiert wurden. Diese Akzeptanz wird dokumentiert, zum Beispiel: "Wir wissen, dass die Heizung in zwei Jahren getauscht werden muss, und haben den Betrag eingeplant."
Graue Punkte, also unbekannte oder ungeprüfte Dinge, blockieren die Entscheidungsreife. Ihr könnt sie klären oder ausdrücklich auf "nach Kauf" verschieben. Bei Hochrisiko-Themen wie Statik, Feuchte oder Rechtslasten im Grundbuch lässt haus.coach das Verschieben nicht zu und begründet das. Es ist kein Verbot, sondern eine dokumentierte Information.
Für Käufer schützt das vor dem häufigsten Fehler der Bewertungsphase: Unbekanntes stillschweigend als "wird schon passen" zu verbuchen, weil man das Haus schon mag. Entscheidungsreife heißt nicht "kaufen", sondern "wir wissen genug, um zu entscheiden". Das Ergebnis kann auch Absage sein.
Fragen dazu: An euch beide, welche offenen Punkte wirklich vor dem Kauf geklärt sein müssen. Dann an die jeweilige Fachperson: Gutachter, Notar, Bank, Bauamt.
Verwandte Begriffe
Quellen
- haus.coach Konzept v1.0, Kapitel 5.7 und Kapitel 4, Phase 7 und 8 (docs/Konzept_v1.0.md)